Individualisierendes Lernen

Serenade 2015

Von Tuten und Blasen mehr als eine Ahnung

Mit wehmütigem Blick schauten am Mittwochabend des 24. Juni die Besucher der 23. Serenade aus der düsteren Eingangshalle der Schule in den herrlichen Sommerabend hinaus und bedauerten einmal mehr, dass diese Soiree musicale nicht im Freien stattfinden konnte. Die Zuhörer wurden aber grosszügig entschädigt für ihr Ausharren in der Finsternis. Ein ausgewogenes Programm von Vokal- und Instrumentalmusik, vornehmlich aus dem 20. Jahrhundert, gelangte zur Aufführung. Das zahlreich erschienene Publikum verdankte mit viel Applaus die teilweise hervorragenden Leistungen.
So wurden Ohrwürmer aus Musicals aus dem angelsächsischen Raum genauso begeisternd zu Gehör gebracht, wie „swingende“ Saxophonklänge aus dem Amerika des frühen 20. Jahrhunderts.
Ganz allerliebst war allerdings ein Juwel aus dem Musikschmuckkästchen von Fritz Kreisler, dem vom Vielvölkerstaat der Habsburgermonarchie beeinflussten Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts. Die beiden schon bei früheren Auftritten herausragenden Musikerinnen Clara Wassner (Violine) und Linda Messerli (Cello), am Flügel begleitet von Theo Wollschlegel, bezauberten die Zuhörerschaft mit ihrer Musikalität, ihrer Expertise, aber auch mit ihrer Spielfreude und legten Zeugnis dafür ab, was an einem Gymnasium an qualitativ hochstehender Musik entstehen kann, wenn Begabung der Lernenden auf optimale Begabtenförderung durch erfahrene Musiklehrerinnen und Musiklehrer trifft. An diesem Abend nahmen auch sehr viele Maturandinnen und Maturanden als Musizierende teil, die es sich nicht nehmen lassen wollten, neben ihren akademischen Leistungen auch von ihren musikalischen Fähigkeiten Zeugnis abzulegen. Sie werden im Musikbetrieb unserer Schule eine schmerzliche Lücke hinterlassen.

                                                                                    Dr. Andrew Suter