Während man den Tönen des Orchesters – geleitet von Corinna Camacaro – und den gesungenen Worten des K-Chors lauschte, wähnte man sich beinahe unter dem Sternenhimmel eines Bündner Bergsees. Dann streifte das Auge den Kontrast von dunkler Bühne und hellem Holz der Aula, wanderte zu den hohen Fenstern linkerhand und nach draussen in die Urdorfer Morgenstimmung.

Dieses Zusammenspiel von innen und aussen, von Architektur und Stimmung, von den Gedanken darüber, was war, was ist und was sein wird, prägte den gesamten Vormittag und beeindruckte die anwesenden Gäste.

Die Ansprache von Rektor Andreas Messmer führte zurück zur Grundsteinlegung am 1. April 2022 – einem regnerisch-kalten Tag vor exakt drei Jahren. Sie zeigte die Notwendigkeit der neuen Gebäude angesichts der stark gewachsenen Schülerzahl auf und weckte die Neugier, den Naturwissenschaftstrakt mit seinen ausgestellten Sammlungen, Terrarien und Aquarien, die neue Doppelturnhalle sowie die Aussenanlagen zu besichtigen.

Es folgten Reden von Regierungsrat Martin Neukom – mit Fokus auf die Zukunftsgerichtetheit und die ökologischen Baustandards des Neubaus – sowie von Bildungsdirektorin Silvia Steiner, die besonders auf finanzielle und bildungspolitische Aspekte einging, bevor sie einen der als Geschenk überreichten Volleybälle an den Rektor spielte.

Spannend waren auch die Ansprachen der beiden Architekten Giulio Bettini und Daniel Penzis, die im Anschluss durch die Gebäude führten. Mit dem abschliessenden Stück «Sogno di volare» (Ch. Tin) wurde den Anwesenden zuerst aber noch einmal die gelungene Akustik der Aula bewusst. In einem Steigerungslauf von mystisch-euphorischen Klängen kam man dem Himmel und damit den Sternen wieder näher und die Eröffnungsfeier fand einen würdigen Abschluss.

Fortgesetzt wurden die Feierlichkeiten am Freitag, 4. April mit einem kulinarischen Verwöhnprogramm für die Schüler/-innen und mit einem Anlass für alle Angestellten am Freitagabend. Bei schönstem Wetter waren die neuen Anlagen und Gebäude dann am Samstag, 5. April für weitere Interessierte geöffnet. Führungen zur Kunst am Bau, zu Technik und Architektur, zahlreiche musikalische und tänzerische Einlagen, Gaumenfreuden und ein Hörspaziergang zeigten die KSL als eine lebendige Schule.

Seraina Jones-Staub

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