Das Gymnasium für neugierige Menschen

Neujahrskonzert 2020

Willkommen 2020!

Das diesjährige Neujahrskonzert stand ganz im Zeichen eines herausragenden Zusammenspiels der Stimmen und Instrumente, nicht nur bei dem Lied «Tundra» des jungen norwegischen Komponisten Ola Gjeilo, interpretiert von den Schülerinnen der Kunstklasse K6 unter der Leitung von Patrik Elsaid.

Daniel Stoll, der 2020 ein letztes Mal verantwortlich für das Neujahrskonzert zeichnet, hatte die Beiträge seiner Musikerkolleginnen und -kollegen zu einer äusserst abwechslungsreichen musikalischen Reise durch Länder und Zeiten zusammengestellt:

Mit einer barocken Triosonate in g-moll von J. Ch. Pepusch eröffnete das Blockflötenduo Ursina Hess (K6) und Marie-Bernadette Weibel (K5) den Reigen. Und bereits hier überzeugten die beiden Musikerinnen – unterstützt von Lina Schwob am Klavier – durch ein tänzerisch-virtuoses Zusammenspiel.

Auch im anschliessenden Quintett in F-Dur von G. Richter beeindruckte, wie es den fünf Flötistinnen unter der Leitung von Ursula Büttiker gelang, ein Motiv durch die verschiedenen Stimmen zu tragen und für das gekonnte Solospiel von Salomé Capossele (A5) einen wunderschönen Boden zu schaffen.

Das Gitarrenensemble von Daniel Vetter entführte uns, rhythmisch gekonnt, in die Welt des argentinischen Tangos und mit dem Kammermusikensemble, geleitet von Corina Meienberg und Lina Schwob, fanden wir uns im Wien des 19. Jahrhunderts wieder, träumten uns in einen Fiaker und fuhren mit Johann Strauss der «schönen blauen Donau» entlang …

Den Höhepunkt bildete an diesem besonderen Konzertabend wohl der Zusammenklang der wunderschönen Frauenstimmen in unterschiedlichen Zusammensetzungen: Der Chor der Kunstklassen, dirigiert von Stefan Eschmann,  machte den Anfang mit vier mehrstimmigen Liedern von Johannes Brahms – Lieder, deren Komposition und Texte kaum mehr zur Lebenswelt der jungen Sängerinnen gehören und welche diese doch so authentisch zu intonieren wussten.

Besonders begeisterten Applaus erntete das Vokal-Ensemble unter der Leitung von Naoko Okada mit Freddy Mercurys «Bohemian Rhapsody». Was diese acht Frauen, unterstützt von E-Gitarre und Schlagzeug, an gesanglichem Können darboten, ging unter die Haut – Mercury hätte seine helle Freude daran gehabt!

Den Schluss machte, wie immer, Patrik Elsaids Schulchor, diesmal mit einem Medley aus C.A. Irigarays Navidad Criolla. Und wir alle durften uns ein letztes Mal an die schönen Tage in den Weihnachtsferien erinnern – und waren damit endgültig angekommen im 2020 …

Cornelia Hanser