Fachschaft Alte Sprachen
Salvete lectores / Χαίρετε, ᾦ ἀναγνῶσται
Die Kantonsschule Limmattal bietet Unterricht in Latein und Griechisch an und ermöglicht so eine gute Vorbereitung für alle Studien, insbesondere aber für die sprachlichen, historischen, philosophischen und theologischen Disziplinen der Universität. Unser Anliegen ist es zudem, immer wieder auch jungen Menschen, die vielerlei Verantwortung übernehmen werden, das Denken und Können der etwa hundert Generationen vorzuführen, die seit der frühen Antike das heutige Europa geprägt haben. Dabei lernen die Jugendlichen den gegenwärtigen Zustand als gewordenen und fliessenden kennen, bei dem die formenden Kräfte weiterwirken. Im Urteilen, Fühlen und Handeln der Menschen aber stellen wir viel Allgemeingültiges fest. So liefern die Wegmarken der Vergangenheit Orientierung in der Gegenwart und eröffnen Perspektiven für die Zukunft.
«Wir verstehen nur das (besser), was die Tradition uns zu verstehen gibt.»
Hans Georg Gadamer, Philosoph

Lehrpersonen
Name | Fach | Kontakt |
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Barnea, Robert | Alte Sprachen | robert.barnea@kslzh.ch |
Bergmaier, Viviane | Anglistik Alte Sprachen | viviane.bergmaier@kslzh.ch |
Kissling, Melanie | Spanisch Alte Sprachen | melanie.kissling@kslzh.ch |
Witzig, Sabrina | Alte Sprachen Deutsch | sabrina.witzig@kslzh.ch |
Unterricht
Latein
Auf der Unterstufe des Gymnasiums wird der Grundstock der lateinischen Sprachkenntnisse angelegt. Die Jugendlichen erleben eine Fremdsprache als systematisches und funktionales Gebilde, welches immer wieder auch neue Perspektiven auf die unbewusst erworbene Muttersprache ermöglicht. Vorgänge beim Denken und Sprechen werden so bewusst gemacht. Zusätzlich wird ein Fundament für den Wortschatz und die Begriffsbildungen in den romanischen Sprachen und im Englischen gelegt.
Auch kulturelle, historische und literarische Themen dürfen im Lateinunterricht nicht zu kurz kommen. Gerade die antike Mythologie stösst bei Jugendlichen auf grosse Begeisterung, schliesslich ist diese ja auch Thema zahlreicher Jugendromane. Sowohl durch die Parallelisierung als auch durch die Kontrastierung unserer Gegenwart mit der Antike lernen die Jugendlichen, die eigene Zeit und Gesellschaft bewusst wahrzunehmen und kritisch zu betrachten. Darunter fällt auch die Auseinandersetzung mit sich selbst als Individuum.

Auf der Mittel- und Oberstufe ist der Unterricht geprägt vom Umgang mit der Literatur.
In der Übergangslektüre werden zunächst an einfacheren Originaltexten die Methoden der Texterfassung und Interpretation geübt, was auf einen ständigen Dialog der Schüler/-innen mit dem zeitlich entfernten Autor hinausläuft. So stellen wir uns bei der Lektüre historischer Texte brandaktuellen Themen wie Machtpolitik oder die Wahrnehmung fremder Völker. In der Philosophie behandeln wir unsterbliche Fragen wie «Was ist der Mensch?» oder «Worin besteht ein glückliches Leben?» Wir begegnen ausserdem berühmten mythologischen Figuren wie Narziss und leiden in der Liebesdichtung mit dem lyrischen Ich mit, wenn es von Sehnsucht zerrissen wird.

Die behandelten Themen sind so vielfältig wie das Leben selbst.
Einen Höhepunkt bildet unsere Exkursion nach Italien in der 5. Klasse. Daneben führen wir auch zahlreiche weitere Ausflüge in die nähere Umgebung durch.
Griechisch
Im Griechischunterricht steht in einer ersten Phase der Spracherwerb im Vordergrund. Parallel dazu und in der späteren Phase stehen Themen der griechischen Literatur auf dem Programm: Wir unterhalten uns über die Göttergenealogie Hesiods, tauchen ein in die faszinierende Welt der homerischen Epen, entdecken den Beginn der Geschichtswissenschaft mit Herodot und läutern uns ganz im klassischen Sinn durch die attischen Tragödien.

In der Philosophie gehen wir den Kernfragen nach, wie man ein gutes Leben führt, ob man Angst vor dem Tod haben soll oder was unsere Existenz an sich ausmacht. Seien es philosophische Gedanken, historiographische Methoden oder literarische Motive: In der Auseinandersetzung mit diesen Texten treten wir in einen Dialog mit dem über 2'500 Jahre alten Gedankengut und vertiefen unser Verständnis desselben mittels der Originalsprache. Damit einhergehend behandeln wir die Errungenschaften der griechischen Zivilisation, die bis heute nachwirken: Architektur, Naturwissenschaft und Demokratie, um nur die bekanntesten zu nennen.

Aktuelles
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