Menschen mit Identität und viel Verantwortung

Technikwoche 2017

Die Zukunft steht vor der Türe. – Falsch. – Die Zukunft rast uns jetzt schon mit wahnwitziger Geschwindigkeit um die Ohren: Technikwoche der Klasse W5a

 

Vom 23. bis zum 27. Oktober durfte die Klasse W5a die Technikwoche bestreiten. Sie erhielt dabei Einblick in die Arbeit von IngenieurInnen, SoftwaredesignerInnen und ProjektmanagerInnen.
Am Paul-Scherrer-Institut sahen wir die ebenso gigantische wie brilliante Maschinerie, die  für die Protonentherapie von Tumoren verwendet wird; am Institut für Atmosphäre und Umwelt der ETH reisten wir an der Seite einer Akademikerin durch die Antarktis, um wichtige Messungen im Kampfe gegen die Klimaerwärmung vorzunehmen; bei Ad Novum in Zürich haben wir ein eigenes App designed und miterlebt wie Smartphones und iPads blinden Menschen zugänglich gemacht werden; an der ZHAW in Winterthur wurden wir in die Grundlagen des Programmierens eingeführt, indem wir Ameisenvölkern durch das Eintippen von Befehlen beigebracht haben, Nahrung zu sammeln und Milben zu bekämpfen. Nebenbei durften wir selber in die Rolle von IngenierInnen und ProjektmanagerInnen schlüpfen und eigene Eiertransportgeräte planen und entwickeln – eine Aufgabe, die auf vielfältige und zum Teil höchst kreative Art und Weise gelöst wurde, zum Beispiel durch rollende Zylinderkonstruktionen, Fallschirme oder Eier-Gondeln.

 

Wir müssen uns der IT-Welt gegenüber öffnen. – Falsch. – Diese weiss schon mehr über uns als wir selber.

Ein paar Beispiele gefällig?
Ganze Telefonbücher mit Informationen wurden schon über jeden einzelnen von uns gesammelt und werden an “Vertragspartner” von Facebook und Apple weitergegeben – also an jeden, der bereit ist, dafür etwas Geld hinzublättern. Unsere Laptops sammeln sogar dann noch Daten über uns, wenn sie ausgeschaltet sind. Die Kameralinse schläft nie; der gläserne Mensch ist längst Realität.

Es wird übrigens gemutmasst, dass 65% der heutigen Schülerinnen und Schüler Stellen antreten werden, die heute noch gar nicht existieren. Es gilt also wohl, das Beste aus der an der KsL vermittelten weiten Allgemeinbildung herausholen, um flexibel und neugierig auf die Herausforderungen der Zukunft eingehen zu können – und die Kameralinse überkleben…

Die Technikwoche war auf jeden Fall eine wertvolle Inspirationsquelle für die unmittelbare persönliche Zukunft der Schülerinnen und Schüler nach der Matura.

Craig Brand